Schwere Bombenflugzeuge Breguet 482

Die saubere Linienführung der Breguet 482 erinnert an die 1939
eingeführte Breguet 693.


Eine Entwicklung mit Hindernissen -

Kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs leitete die französische Regierung ein Programm zur Entwicklung eines schweren Langstreckenbombers mit der Bezeichnung B4 ein. Breguet legte vier verschiedene Entwürfe mit den Nummern 480 bis 483 vor. Die französische Luftwaffe gab zwar zwei Prototypen des Entwurfs 482 in Auftrag, doch wurden diese bis zum Waffenstillstand im Juni 1940 nicht mehr fertiggestellt. Ein Exemplar wurde nach Nordafrika überführt und dort 1943 zerstört. Der zweite Prototyp blieb für die Dauer des Krieges in Biarritz. Nach der Befreiung Frankreichs durch die Alliierten erhielt er neue Triebwerke, doch zeigte sich die französische Luftwaffe nach Kriegsende nicht mehr an einem schweren Bomber interessiert.

Triebwerkprobleme -

Die vollständig aus Metall bestehende Breguet 482 besaß Trapezflügel mit hochwirksamen Spaltklappen. Einer der drei Längsholme bestand aus Stahl, was für die damalige Zeit keineswegs selbstverständlich war. Der Erstflug fand am 27. November 1947 statt. Leider erwiesen sich die Hispano-Suiza-Triebwerke als außerordentlich unzuverlässig, obwohl ihre Leistung von 1 175 auf 993 kW gedrosselt worden war. Unter der mangelnden Triebwerkleistung litten auch die Flugeigenschaften, obwohl der Prototyp keine militärische Ausrüstung trug. Zwar wurde zunächst die Umrüstung auf Gnome-Rhöne-Triebwerke 14R geplant, doch entschied man sich dann doch dafür, die Flugerprobung nach dem 20. Flug am 13. September 1950 einzustellen.

Die wichtigsten Versionen: Breguet 482.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Frankreich.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: Breguet 482
Art: schwerer Bomber
Triebwerk:
vier flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-V-Triebwerke Hispano-Suiza 12 Z mit je 993 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 560 km/h in 8 000 m Höhe
Masse:
Leermasse 10450 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 14500 kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 24,10 m;
Länge 18,86 m;
Höhe 5,21 m;
Flügelfläche 64,4 m2
Bewaffnung: keine
(vorgesehen: eine 20-mm-Maschinenkanone,
vier 7,5-mm-Maschinengewehre,
2 500 kg Bomben)
Besatzung: 4 oder 5