Schwerer Bomber Focke Wulf FW 1000


Dieses schwere Bombenflugzeug war vorgesehen, um 1 Tonne Bomben über eine Entfernung von bis zu 1000 km mit einer Geschwindigkeit von 1000 km/Stunde zu transportieren.
 


1943 wurde die Arbeit bei Focke-Wulf durch die Firma de Chatillon, einer Konstruktionsgemeinschaft von über 300 französischen Technikern (gesteuert von Focke-Wulf) die im sur Bagneux Chatillon untergebracht war, (ein Südostvorort von Paris) begonnen.
Eine Anzahl von Unternehmen in Frankreich, in Deutschland und in Italien wurden beauftragt, die Hauptbestandteile zu entwerfen und zu konstruieren. Die  FW 1000 wurde als Bomber- und Langstrecken- Aufklärer entworfen und sollte auch teilweise für den U-Boot Schutz verwendet werden. 
Sechs Radialmaschinen BMW 801D mit jeweils 1 700 PS wurden am hinteren Rand der Tragflügel angebracht.
Ein neueres Design erhielt zusätzlich zwei Jumo 004 Düsentriebwerke unter den äußeren Radialmaschinen.
 


Es gab zwei unter Druck gesetzte Abschnitte im Rumpf, einen im vorderen Abschnitt, der das Cockpit umfasste und einen im Rumpfhinterteil für den Schützen der die hinteren drehbaren Gefechtstürme bediente.
Zwei Sichtkuppeln wurden an den Rumpfseiten angebracht, um das ferngesteuerte Ausrichten der Bordgeschütze zu erleichtern. Das Endstück erhielt einen Doppelflossensteuerung, die hydraulisch betätigt wurden.
Der Kraftstoff wurde in 32 Behältern, 12 in jedem Flügel und 8 im Rumpf, für eine Gesamtmenge von 27 000 Litern transportiert. Das Fahrgestell besass eine Dreiradanordnung, mit einem einzelnen Bugrad, das zur Rückseite zurückzog und vier Antriebsräder (eins unter jeder Maschine) das nach hinten eingezogen wurde. Eine Mannschaft von neun Soldaten bemannte die Flächen, und die Defensivbewaffnung erfolgte über einen ferngesteuerten Drehkopf unter dem Rumpf mit zwei Magnesium 151 20mm Kanonen. Zwei ferngesteuerte Drehköpfe auf dem oberen Rumpf enthielten zwei Magnesium 151 20mm Kanonen und ein ferngesteuerter Heckdrehkopf, war mit vier Magnesium 151 20mm Kanonen bestückt.

Die Tragflächenspitzen erhielten schon damals negativ gepfeilte “Entenflügel”, die eine Strömungsverwirbelung verhinderten, eine Technik die erst wieder im 20ten Jahrhundert neu aufgegriffen wurde.
 


Illustration nach Originalplänen.


Technische Daten:

Länge:                 42 m
Spannweite:          48 m
Geschwindigkeit: 720 km/h

Bewaffnung:

Bombenlast: Im Rumpf 4x Sc 2500 a 10000 Kilogramm

unter den Tragflügeln:

4 Bomben Sc 1800 a 7200 Kilogramm
4 Bomben Sc 1000 a 4000 Kilogramm
2 LMF-Gruben a 4400 Kilogramm
2 Kontrollierte Bombe Radio Fritz X  a 3100 Kilogramm
9 Bomben Sd 1000 a 9000 Kilogramm
12 Bomben Sd 500 E a 6000 Kilogramm