Messerschmitt ME 163 B “Komet”.


Mit dem Bau der ME 163 B wurde an 01.Dezember 1941 begonnen und das Reichs Luftfahrt Ministerium bestellte 70 Maschinen.
Wegen einer Prioritätenänderungen im Luftministerium, wurde die Produktion gesenkt, und verursachte eine Verzögerung, besonders in der Raketenproduktion der Walter Werke.
Der erste fertige Flugzeugrahmen wurde für den Erstflug im Mai 1942 geschleppt.
 


Der erste angetriebene Flug fand im Juli 1943 statt. Die erste bewaffnete ME 163 B, V 14, wurde  im Januar 1944 an das Jagd Geschwader 400 ausgeliefert. Der erste Einsatz gegen die amerikanischen Bomber B-17 erfolgte an 16. August, obwohl keiner abgeschossen wurden.
 


Obwohl mindestens 300 Komet ME 163 B produziert wurden, hatte diese nur etwa 11 erfolgreiche Angriffe zu verzeichnen.
Dieses Flugzeug erzielt sehr bald den Ruf eines gefährlichen Flugzeugs, weil es sehr schwierig war diese Maschine zu fliegen und zu landen.
Die Landung der Komet erfolgte auf einem “Bauchgleiter”, denn die Räder wurden nach dem Start abgeworfen. Die Reste des in hohem Grade entzündbaren Kraftstoffs (F-Stoff und C-Stoff) schwappten oft in ihren Behältern, die bei der Landung geneigt wurden, um in einer erschreckenden Weise zu explodieren, weil sie sich versehentlich vermischten. Wegen dieser Gefahr waren nur etwa 25 Prozent der 279 ME 163B, die gegen Ende des Krieges gebaut wurden, im Einsatz.
 

Eine ME 163 B, V 14, des Jagd Geschwader 400 bei der pre flight Überprüfung 1943.
 

Pilot Oberfeldwebel Hans Küppers besteigt die ME 163 B.
 

In gefährlichen Situationen konnte sich der Pilot aus der ME 163B herauskatapultieren
und mit dem Fallschirm retten.
 


Im Sommer des Jahres 1944 erfolgte der Einbau eines neuen Raketenmotors, der HWK 809C, der einen Schub von 1.700 Kilogramm erzeugte und den HWK 509A-2 ersetzte. Der neue Motor hatte einen um 300 Kilogramm erhöhten Schub, wodurch die Flugdauer wesentlich erhöht wurde.
Die so umgerüstete ME 163B erhielt die Bezeichnung 163C.
 


Die ME 163C benötigte nur drei Minuten zum Aufstieg in 16 000 m, die angetriebene Flugdauer lag zwischen 8 bis15 Minuten, bei einer Flugstrecke von ungefähr 100 Kilometer. Wegen des sehr großen Geschwindigkeitsunterschied zwischen dem Jäger und den feindlichen Bombern, hatte der Pilot nur ungefähr 3 Sekunden Zeit um sein Ziel zu treffen.
 

Technische Daten:

Hersteller: Messerschmitt AG
Modelle: B-1
Erstflug: Frühling 1941 (ME 163V1 ohne Antrieb); August 1941 angetrieben
Anlieferung: Mai 1944 an I/JG400
Abschließende Anlieferung: N/A
Maschine: Bi-Bi-Propellant C Rakete Walter HWK 509A-2
Schub: 1700kg

Kraftstoff:
T-Stoff (Wasserstoffperoxid)
C-Stoff (Hydrazine/Methanol)

Maße:
Flügelspannweite: 9.3 m
Länge: 5.69 m
Höhe: 2.74 m
Fläche des Flügels: N/A

Gewichte:
Leer: 1.905 Kilogramm.
Beladen: 4.110 Kilogramm.

Leistung:
Höchstgeschwindigkeit: 960 km/h in 10,000 m Höhe
Anfangssteigflug: 5000 m/min.
Standart Flughöhe: 16,500 m
Flugstrecke unter 100 Kilometer

Bewaffnung:
Zwei M 108 30-Millimeter-Kanonen oder zwei Magnesium 151/20 20-Millimeter-Kanonen,
fünf 50-Millimeter-Raketen an jeder Flügelwurzel, mit lichtempfindlichen Zellen

Avionik:
mechanische Handsteuerung
 
Besatzung: 1