Schwere Bombenflugzeuge North American XB-70 "Valkyrie"

Der schwere Bomber B-70 Valkyrie wurde niemals in Serie gebaut. Der verbliebene Prototyp XBN-70A steht heute im US Air Force Museum auf der Wright Patterson Air Base.


Das Wunschkind eines Generals -

Unter dem Einfluß von General Le Maya, dem damaligen Befehlshaber des Strategischen Luftwaffenkommandos SAC (Strategie Air Command) erarbeitete die US-Luftwaffe die Spezifikationen für einen schweren Bomber, der die Nachfolge der Boeing B-52 Stratofortress antreten sollte. An der Ausschreibung beteiligten sich North American und Boeing.

Der Schock vom Mai 1960 -

Im Dezember 1957 entschied sich die US-Luftwaffe für den Entwurf von North American und gab genau zwei Jahre später einen Prototyp mit der Bezeichnung XB-70A in Auftrag. Dieses Flugzeug sollte in großer Höhe eine Geschwindigkeit von Mach 3 erreichen. Der Abschuß eines strategischen Höhenaufklärers U-2A über der Sowjetunion mit Francis Gary Powers am Steuer ließ jedoch im Mai 1960 die Verwundbarkeit selbst schneller Flugzeuge in großer Höhe erkennen. Diese Erkenntnis bedeutete das Aus für das ehrgeizige Projekt. 1961 beschloß die Regierung Kennedy, die B-70 nicht in Serie gehen zu lassen.

Eine kurze Karriere -

Daraufhin wurden nur die beiden bestellten Prototypen fertiggebaut, um als Forschungsflugzeuge für die Erforschung des Hochgeschwindigkeits-
flugs bei Mach 3 zu dienen. Der erste Prototyp startete im September 1964 zu seinem Erstflug. Der zweite Prototyp flog im Juli 1965, wurde aber im Juni 1966 bei einem Unfall zerstört. Das verbliebene Exemplar flog im Auftrag der NASA noch bis zum Februar 1969.

Die wichtigsten Versionen: XB-70A (Prototyp).

Die wichtigsten Abnehmerländer: USA.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: XB-70A
Art: strategischer Bomber (Forschungsflugzeug)
Triebwerk:
sechs Strahltriebwerke General Electric YJ93-GE-3 mit je 133,4 kN Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit Mach 3 in großer Höhe
Masse:
höchstzulässige Abflugmasse 226 800 kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 32 m;
Länge 59,60 m;
Höhe 9,14 m
Bewaffnung: keine