Schwere Bombenflugzeuge Vickers FB.27 Vimy

Mit einer FB.27 Vimy legten die australischen Brüder ROSS und Keith Smith im November 1919 eine 17 912 km lange Strecke von England nach Australien in knapp 136 Flugstunden zurück.


Ein Langstreckenbomber für die RAF -

Die FB.27 Vimy war als Langstreckenbomber ausgelegt, um von den britischen Inseln aus Berlin angreifen zu können. Die Entwicklung begann im Frühsommer 1917. Am 16. August 1917 wurden zunächst drei Prototypen bei Vickers bestellt. In nur vier Monaten entstand der erste Prototyp mit zwei Hispano-Suiza-Reihentriebwerken von je 147 kW, der am 30. November 1917 erstmals flog.

Die Vielfalt der Triebwerke -

Später wurden zwei flüssigkeitsgekühlte Salmson-Sterntriebwerke mit je 191 kW in den ersten Prototyp eingebaut. Der zweite Prototyp vom April 1918 wurde von Sunbeam Maori mit je 191 kW angetrieben, der dritte Prototyp von zwei Fiat A-12bis mit je 221 kW und der vierte Prototyp von zwei Rolls-Royce Eagle VIII mit je 265 kW. Der erste Serienauftrag vom 26. März 1918 lautete über 150 Exemplare. Weitere Aufträge über insgesamt 1 000 Vimy folgten.

Zu spät für den Kriegseinsatz -

Bis zum Waffenstillstand wurden jedoch nur 13 Exemplare fertiggestellt und nur drei davon an die RAF ausgeliefert. Nach Kriegsende wurde das Bestellvolumen auf 221 Exemplare reduziert, die auf vier Staffeln der RAF aufgeteilt wurden. Von 1924 an bis zum Beginn der 30er Jahre wurde die FB.27 nur noch für Transport-und Ausbildungszwecke sowie für das Absetzen von Fallschirmjägern verwendet. Am 14. Juni 1919 überflogen John Alcock und Arthur Whitlen-Brown mit einer speziell ausgerüsteten Vimy erstmals den Atlantik nonstop auf der 3 032 km langen Strecke zwischen St. John's (Neufundland) und (Clifden) Nordirland. Im gleichen Jahr erschienen die für den zivilen Markt entwickelten Versionen Vimy Commercial und Vimy Ambulance.

Die wichtigsten Versionen:

FB.27 Vimy;
Vimy Commercial,
Vimy Ambulance.

Die wichtigsten Abnehmerländer: Großbritannien.
 


TECHNISCHE DATEN:

Typ: FB.27 Vimy
Art: Langstreckenbomber
Triebwerk:
zwei flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-V-Triebwerke Rolls-Royce Eagle VIII mit je 265 kW
Leistungen:
Höchstgeschwindigkeit 165 km/h in Meereshöhe;
Dienstgipfelhöhe 3 200 m;
Flugdauer 8 h
Masse:
Leermasse 3 195 kg;
höchstzulässige Abflugmasse 5 670 kg
Abmessungen:
Flügelspannweite 20,73 m;
Länge 13,27 m;
Höhe 4,57 m;
Flügelfläche 122 m2
Bewaffnung: 
vier 7,7-mm-Maschinengewehre Lewis;
Kampfmittelzuladung 2 180 kg
Besatzung: 3